CHRONIK DER PTS INNSBRUCK

Schule

1962 wurde das Schulwesen in Österreich durch ein umfassendes Schulgesetz neu geregelt.
Das neunte Pflichtschuljahr wurde eingeführt.
Der erste einjährige Lehrkurs gemäß §27 des Schulpflichtgesetzes von 1962 startete im Schuljahr 1962/63 an der Knabenhauptschule Müllersstraße. 33 Schüler, davon 29 Knaben und 4 Mädchen besuchten die neue Schulform.
1964/1965 Die Knabenvolksschule Dreiheiligen eröffnete neben der Hauptschule Müllerstraße einen Lehrkurs mit 11 Knaben.
1965/1966 Die Mädchenvolksschule Siebererstraße startete mit 13 Mädchen den nächsten Lehrkurs.
Die Knabenvolksschule Dreiheiligen scheint in den statistischen Schulbögen nicht mehr auf, während die Hauptschule Müllerstraße mit 31 Schülern weiterhin geführt wird.
Viele Stolpersteine pflasterten den Beginn des 9. Schuljahres. Es gab keinen Lehrplan, keine Schulbücher, keine Unterrichtsmaterialien und es blieb bei den schwerwiegenden Problemen die durch den akuten Raum- und Lehrermangel bestanden.
1966/1967 Im Herbst 1966 wurde aus dem Lehrgang gemäß §27 des Schulpflichtgesetzes der "POLYTECHNISCHE LEHRGANG"

Im Bezirk IBK-Stadt blieb der PL im Schuljahr 1966/67 weiterhin mit
- 1 Klasse an der Knabenhauptschule Müllerstraße (40 Knaben) und
- 1 Klasse an der Mädchenvolksschule Siebererstraße angeschlossen. (31 Mächen)
- 1 Klasse eröffnete die Knabenvolksschule Gilmstraße. (34 Knaben)
- 1 Klasse wurde in der Volksschule St. Nikolaus untergebracht. (28 Mädchen)
- Die Allgemeine Sonderschule führte 1 Klasse mit 10 Mädchen und 8 Knaben.
1967/1968 Aufgrund steigender Schülerzahlen kam es zu den beiden ersten selbständigen Polytechnischen Lehrgängen:
In der Volkschule Hötting wurden 2 Klassen mit 63 Knaben unter der Leitung von Dir. Franz Fröhlich geführt und in der Volksschule St. Nikolaus 2 Klassen mit 63 Mädchen unter der Leitung von Frau Dir. Johanna Schafferer.
Zusätzlich blieben die Standorte Müllerstraße und Gilmstraße an die jeweiligen Schulen angeschlossen. Auch der Polytechnische Lehrgang an der Sonderschule wurde weitergeführt.
1971/1972 In diesem Schuljahr wurden die beiden selbständigen Polytechnischen Lehrgänge St. Nikolaus und Hötting im Polytechnischen Lehrgang Pradl-Ost unter der Leitung von Dir. Oskar Hauser zusammengefasst. (5 Klassen)
In der Müllerstraße und Gilmstraße blieben die PL's weiterhin angeschlossen. Ebenso blieb die Klasse in der Allgemeinen Sonderschule bestehen.
1973/1974 Bereits 2 Jahre später übersiedelte der selbständige Polytechnische Lehrgang mit inzwischen 7 Klassen von der Siegmairstraße nach Dreiheiligen. Die Klasse in der Gilmstraße wurde aufgelöst. Die Räumlichkeiten in Pradl übernahm das Reithmann-Gymnasium.
1974/1975 Die Anzahl der Schüler, die das Berufsvorbereitungsjahr besuchten, stieg weiter an. Es wurden bereits 8 Klassen geführt. Der Polytechnische Lehrgang in der Müllerstraße wurde aufgelöst.
1975/1976 Der Standort Dreiheiligen führte in diesem Schuljahr 10 Klassen.
Der Direktor wurde damit freigestellt. (Freistellung ab 9 Klassen)
1976/1977 Der Polytechnische Lehrgang wurde geteilt.
Ein Teil der Lehrer übersiedelte mit dem neuen Direktor Franz Karnthaler zurück in die Siegmairstraße.
5 Klassen verblieben in Dreiheiligen, 5 Klassen wurden in Pradl-Ost angesiedelt.
Zwischen 5 und 7 Klassen wurden an diesen beiden Polytechnischen Lehrgängen in den folgenden Jahren durchschnittlich geführt.
Dir. Ferdinand Treml übernahm nach dem tragischen Tod von Dir. Oskar Hauser die verantwortungsvolle Aufgabe des Schulleiters in Dreiheiligen.
1981/1982 REFORM DES POLYTECHNISCHEN LEHRGANGS
  • Die Klassenschülerzahl wurde auf 30 gesenkt.
  • Leistungsgruppen wurden eingeführt
  • Wahlpflichtfächer und Seminarunterricht wurden eingeführt
1987/1988
  • Einführung der SCHNUPPERLEHRE
  • Englisch wurde zum Pflichtfach mit 3 Wochenstunden aufgewertet.
  • Deutsch und Mathematik wurden weiterhin in 4 Wochenstunden unterrichtet.
1988/1989 Die beiden Polytechnischen Lehrgänge wurden wieder zusammengelegt.
In Innsbruck gab es nur noch den PL PRADL-OST.
Februar 1992 Dir. Herbert Mattersberger übernahm die Leitung des Polytechnischen Lehrgangs Pradl-Ost.
1994/1995 7 Jahre nach der letzten Reform wurden wieder neue Wege eingeschlagen. Es gab eine weitere richtungsweisende schulinterne Reform:

Der Schulversuch POLYTECHNISCHER LEHRGANG 2000 wurde eingeführt:
  • Nur noch positive Abgänger der 4. Klasse Hauptschule wurden aufgenommen.
  • Der Schulablauf wurde geändert:

    Orientierungsphase in den ersten Schulwochen
    Schnupperlehre
    Endgültige Wahl der 3 großen Fachbereiche:
    - Technischer Fachbereich
    - Kaufmännischer Fachbereich
    - Human-kreativer Fachbereich

  • Durch die Einführung der Schulautonomie konnte über die Aufteilung des Stundenkontingents schulintern entschieden werden.
    Die Änderungen mussten nur noch vom Schulgemeinschaftsausschuss beschlossen werden.
1997/1998 Der ehemalige Polytechnische Lehrgang Pradl-Ost wird umbenannt in
  POLYTECHNISCHE SCHULE INNSBRUCK
  Durch die Übernahme des Schulversuchs "Polytechnischer Lehrgang 2000" in das Regelwesen wurde der Weg für Neuerungen zugunsten der zukünftigen Lehrlinge geebnet.
Mai 2001 Mitten in dieser Zeit der Neuerungen, am 30. Mai 2001, verunglückte
Dir. Herbert Mattersberger bei einem Autounfall tödlich.
2001/2002 Seit September wird die Polytechnische Schule Innsbruck von
Dir. Paul Hofbauer mit viel persönlichem Einsatz geleitet.
Die zahlreichen Verbesserungen, Modernisierungen und Neuerungen der letzten Jahre sind ein Beweis für das große Engagement der Schulleitung und der an der PTS Innsbruck beschäftigten Lehrer.

Text: Brigitte Staudt

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